Farben

RGB am Bildschirm

     

Farbe ist nicht gleich Farbe. Am Bildschirm entsteht das Bild aus nur 3 Farben. Rotes, grünes und blaues Licht werden mit unterschiedlicher Leuchtkraft kombiniert und ergeben das alles, was du an deinem Bildschirm gerade siehst. Hier gilt: Weiß ist alles - Schwarz ist nix. Werden alle drei Farben gemischt, erhält man weißes Licht und Schwarz ist dann "Licht aus".

Bildschirm ist nicht gleich Bildschirm. Je nach Alter, Art, Kalibrierung bzw. Einstellung und sogar nach Position auf dem Bildschirm, d. h. eher mittig oder mehr am Rand, kann die gleiche Farbe unterschiedlich aussehen.

CMYK im Drucker zu Hause und im Büro

       

Gedruckt wird natürlich nicht mit Licht, sondern mit Pigmenten. Standardmäßig werden 4 Farben verwendet, nämlich Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Um unterschiedliche Farbtöne zu erhalten, werden aus diesen vier Farben kleine Punkte nebeneinander gesetzt und mischen sich für unsere Augen zu einer Farbe. Wenn man ganz nah rangeht, kann man die Pünktchen jedoch erkennen.

Anders als bei RGB ist Weiß nun das komplette Fehlen von Farbe. Eine Bildschirmdarstellung entsteht also ganz anders als ein Druck. Die Farbinformationen müssen umgerechnet werden und es kommt zu Unterschieden.


Lab - Farbraum für unseren Druck

Anteile von RGB und CMYK am Lab-FarbraumRGB und CMYK sind nicht alles - mit ihnen können nicht alle wahrnehmbaren Farben erfasst und nachgebildet werden. Mit Lab schon. 1976 erfand man den Lab-Farbraum. Mit ihm kann jede wahrnehmbare Farbe genau gemessen werden. Grundlage für LAB ist die Gegenfarbentheorie. Die drei Achsen des Farbraumes (L, a und b) sind Hell-Dunkel, Rot-Grün und Blau-Gelb.

RGB und CMYK decken jeweils nur einen Teil des wahrnehmbaren Farbspektrums, also auch des Lab-Farbraumes ab. Die Farbräume von RGB und CMYK sind nicht deckungsgleich (siehe Bild). Bei der Umrechnung von Farben aus einem Farbsystem zum anderen, kommt es zu Abweichungen. Ein spezielles Orangerot kann also in RGB etwas anders als in CMYK aussehen. Lab ist geräteunabhängig und ermöglicht die verlustfreie Konvertierung der Farbinformationen von einem Farbsystem zum anderen. Deshalb verwenden wir für den Druck den LAB-Modus und du kannst deine Motive und Muster so anlegen, wie du magst.

8 Farbdruck für's Stöffchen


               

Die technischen Möglichkeiten, jede x-beliebige Farbe aus nur vier Farben zu mischen sind begrenzt, denn bei dem Druck in 150dpi werden bis zu 150 kleinste Cyan-, Magenta-, Gelb- und Schwarzpünktchen innerhalb eines Inches nebeneinander gesetzt. Die Darstellung oben zeigt sehr schön, wie klein der Anteil der mit CMYK darstellbaren Farben an den wahrnehmbaren Farben insgesamt ist. Helle Pastelltöne sind schwierig, denn man würde die einzelnen Punkte dann wahrnehmen können. Auch Rot- und Blautöne sind heikel. Um ein besseres Ergebnis und ein größeres Farbspektrum zu erreichen, werden beim Stoffdruck weitere 4 Farben verwendet, nämlich Orange, Rot, Blau und Grau.


Farbtest mit dem Probedruck


Also, hab ein gesundes Misstrauen gegen deinen PC. Wie dein Motiv aussehen wird, kannst du am besten mit einem Probedruck sehen und so beurteilen, ob dir die Farben gefallen. Das Material, der Weißton und die Struktur des Stoffes beeinflussen nämlich ebenfalls die Wirkung.

Bevor du mit dem großen Projekt loslegst, lieber ein kleiner Test vorweg.



Zuletzt aktualisiert am 01.06.2010 von stoff'n.

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